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Diabetes und der Bezug zu Zähnen

Diabetes und der Bezug zu Zähnen


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Zahnpflege ist für Menschen sehr wichtig, weil es für sie keine natürlichen Reinigungsmechanismen gibt. Aus diesem Grund sollte jeder regelmäßig seine Zähne putzen, Kontrolluntersuchen beim Arzt wahrnehmen und auf Schmerzen sofort reagieren. Besonders wichtig ist laut neusten Erkenntnissen der Zahnmedizin, für Diabetiker, da ihr Zahnfleisch überdurchschnittlich schnell an Parodontitis erkrankt. Aus diesem Grund sollten zuckerkranke Menschen einige zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Was ist Parodontitis?

Parodontitis wird umgangssprachlich auch als Parodontose bezeichnet. Gemeint ist in beiden Fällen eine weit verbreitete bakterielle Entzündung des Gewebes, welches die Zähne umgibt und diese an ihrem Platz hält. Dazu gehören neben dem Zahnfleisch auch das Zahnzement, das Zahnfach und die Wurzelhaut. Alles zusammen wird von Experten als Zahnbett (Parodontium) bezeichnet. Diabetiker gefährdet diese Erkrankung aufgrund der niedrigen Zuckerwerte besonders. Im schlimmsten Fall führt Parodontitis zum Zahnausfall. Gleichzeitig kann es aber auch zu einer Verschlimmerung der Zuckerkrankheit führen.

Wie oft sollte der Zahnarzt aufgesucht werden?

Da Parodontitis eine Gefahr für Diabetiker ist, sollte der Mundraum regelmäßig auf Entzündungen untersucht werden. Die Empfehlung alle sechs Monate für eine Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt zu gehen, gilt jedoch nicht nur für Diabetiker, sondern auch für alle anderen Menschen. Idealerweise wird beim Zahnarzt regelmäßig eine Prophylaxe vorgenommen. Das ist eine besonders gründliche Zahnreinigung, die Erkrankungen vorbeugen soll. Problematisch ist jedoch, dass Kassenpatienten diese im Normalfall selbst bezahlen müssen. Die Preise hängen von vielen verschiedenen Faktoren, wie dem Zustand des Gebisses und der Zahnarztpraxis ab.
Zusätzlich wird ein Besuch beim Zahnarzt immer dann notwendig, wenn irgendwelche Auffälligkeiten am Zahnfleisch zu sehen oder zu spüren sind.

Wie putze ich meine Zähne?

Die meisten ärztlichen Behandlungen lassen sich durch eine gründliche Mundhygiene vermeiden. Auch hierbei gilt, dass Diabetiker sich besonders genau an die allgemeinen Empfehlungen halten sollten. Dazu gehören unter anderem folgende Punkte:
– Putzen Sie Ihre Zähne zwei Mal am Tag.
– Essen Sie abends nach dem Zähneputzen nichts mehr und trinken Sie nur noch Wasser.
– Überlegen Sie sich ein System, nach dem Sie die Zähne putzen. Das klingt vielleicht nach einer Übung für Kinder, ist aber auch für Erwachsene sehr wichtig, da man beim Putzen meistens an andere Sachen denkt. Wenn man sich dann nicht an eine im Unterbewusstsein verankerte Reihenfolge hält, vergisst man leicht die Reinigung eines Zahns.
– Legen Sie die Zahnbürste ungefähr in einem 45 Grad Winkel zwischen Zahnfleisch und Zahn.
– Wenden Sie nur sanften Druck an und rütteln Sie die Zahnbürste leicht.
– Putzen Sie immer vom Zahnfleisch zu den Zähnen.
– Vergessen Sie nicht die Innenflächen.
Sollte es in Ihrem Mund Besonderheiten (Verletzungen, schiefe Zähne, eine Zahnspange oder Ähnliches) geben, bitten Sie Ihren Zahnarzt um Rat.

Was für Hilfsmittel brauche ich zum Zähneputzen?

Jeder weiß, dass man eine Tube Zahnpasta und eine Zahnbürste zum Zähneputzen braucht. Beim Kauf sollten Sie als Diabetiker jedoch einiges beachten.

1. Welche Zahnpasta ist die Richtige?
Werfen Sie vor dem Kauf immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe einer Zahnpasta. Besonders empfehlenswert ist Fluorid, welches eine vor Karies schützende Wirkung hat. Wenn der Mund nach dem Putzen nicht ausgespült wird, kann das Fluorid länger einwirken. Dies erhöht die Funktion.
Diabetiker haben wie schon erwähnt ein erhöhtes Risiko auf chronische Zahnfleischentzündungen. Aus diesem Grund sollte zusätzlich auf entzündungshemmenden Wirkstoffe geachtet werden. Dazu zählen unter anderem:
– Allantoin
– Bisabolol
– Salbei
– Panthenol
– Kamille
Verzichten sollten Sie dagegen auf eine Whitening-Zahnpasta. Diese ist nur für einen absolut gesunden Mundraum und auch nur für die gelegentliche Anwendung gegen Verfärbungen gedacht.

2. Woran erkenne ich eine gute Zahnbürste?
Die ideale Zahnbürste für einen Diabetiker hat kurze, abgerundete Borsten. Letztere sind vorzugsweise mittelhart. Zu hart dürfen sie nicht sein, da das Zahnfleisch Zuckerkranker in der Regel empfindlicher ist, als das von gesunden Menschen. Dadurch könnte es durch harte Borsten verletzt werden. Auf der anderen Seite sollten die Borsten jedoch auch nicht zu weich sein, damit sie ihre Funktionstüchtigkeit nicht einbüßen. Wenn sie mit mittelharten Borsten nicht klarkommen, sprechen Sie das Thema am besten beim nächsten Zahnarztbesuch an.
Jeder Mensch, egal ob Diabetiker oder nicht, sollte seine Zahnbürste mit dem Kopf nach oben aufbewahren, damit sie schneller trocknet. Außerdem wird nach etwa zwei Monaten ein Ersatz fällig. Es ist übrigens vollkommen egal, ob Sie eine elektrische oder eine normale Zahnbürste besitzen. Es kommt wie oben beschrieben vor allem auf die richtige Technik und Gründlichkeit an.

Welche weiteren Hilfsmittel brauche ich für einen gesunden Mund?

Damit das bei Diabetikern sowieso gefährdete Zahnfleisch nicht noch mehr angegriffen wird, sollten Essensreste und auch die kleinsten Bakterien besonders gründlich und regelmäßig entfernt werden. Bei diesem Ziel werden Sie von kleinen Hilfsmitteln unterstützt.

1. Wie nutze ich Zahnseide richtig?
Trotz gründlichen Zähneputzens verstecken sich Essensreste immer wieder in den Zahnzwischenräumen. Aus diesem Grund sollten diese einmal täglich mit Zahnseide gereinigt werden. Der ideale Zeitpunkt ist vor dem Schlafengehen. Es ist jedoch egal, ob sie lieber erst die Zahnbürste oder die Zahnseide verwenden.
Es gibt zwei Arten von Zahnseide:
– Gewachste Zahnseide vereinfacht die Reinigung und ist deshalb besonders für Anfänger empfehlenswert.
– Ungewachste Zahnseide reinigt dafür etwas gründlicher. Zur einfacheren Handhabung kann ein Zahnseidenhalter verwendet werden.
Besonders große Zwischenräume, wie sie beispielsweise hinter dem Draht einer festen Zahnspange zu finden sind, werden im Idealfall mit einer speziellen Bürste von Essensresten befreit.

2. Was bringt mir eine Mundspülung?
Sollte beispielsweise aufgrund von Diabetes bereits eine akute Zahnfleischentzündung entstanden sein, hilft eine Mundspülung mit Chlorhexidin. Aber Vorsicht: Nutzen Sie die Spülung zu häufig oder über einen zu langen Zeitraum, verfärbt sich ihr Zahnfleisch.
Unterwegs oder in hektischen Momenten kann die Zahnseide durch eine Mundspülung ersetzt werden.

3. Wofür brauche ich einen Zungenreiniger?
Die Zunge eines jeden Menschen wird irgendwann von einem Belag überzogen. Das ist ganz normal, aber bei jeder Person unterschiedlich stark ausgeprägt. Wenn Sie Ihre Zähne regelmäßig putzen und trotzdem Mundgeruch haben, sollten Sie den Belag täglich entfernen. Dafür existieren zwei verschiedene Hilfsmittel:
– Eine Zungenbürste
– Ein Zungenschaber
Letzteres befindet sich manchmal auch auf der Rückseite einer Zahnbürste. Zu beachten gibt es nur wenig. Selbstverständlich sollte auch eine Zungenbürste nach wenigen Wochen ersetzt werden. Und wenn Sie einen ausgeprägten Würgereflex haben, ist es wichtig einen kleinen Zungenschaber zu verwenden.

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