Wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt für den Zahnerhalt mittels einer Zahnkrone entschieden haben, stehen i.d.R. zwei Sitzungen bei Ihrem Zahnarzt an. Sollten Sie Angst vor der Behandlung haben, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten mit diesen umzugehen. Haben Sie die Befürchtung, dass die fertige Zahnkrone Schmerzen verursacht kann oder, dass das Vorbereiten und Einsetzen der Zahnkrone Schmerzen verursachen wird?
Weniger ausgeprägte Ängste lassen sich bereits durch entspannende Musik während der Behandlung lindern. Auch eine besonders starke lokale Betäubung oder eine humorvolle Ablenkung während der Behandlung können helfen. Angstlindernd wirkt in vielen Fällen ein einfühlsames und erklärendes Gespräch. Fragen Sie Ihren Zahnarzt alle Fragen, die Sie im Zusammenhang mit der Behandlung haben. Äußern Sie auch Ihre Befürchtungen und ganz konkret Ihre Angst davor, dass die Behandlung oder die Zahnkrone Schmerzen verursachen könnte. Je sicherer Sie sich mit der Situation fühlen, desto weniger Angst werden Sie vor der Behandlung haben.

Was kann bei Zahnkronen Schmerzen verursachen?

Der erste Arbeitsschritt ist das Abschleifen der Zähne. Überkront der Zahnarzt einen Zahn mit einer künstlichen Zahnkrone, schleift er den beschädigten Zahn im Vorfeld bis auf den Zahnstumpf ab. Damit schafft er die Möglichkeit, die zahnförmige Krone aufzusetzen. Diese Behandlung ist eine der häufigsten, die in der Zahnarztpraxis durchgeführt wird. Das eigentliche Abschleifen des Zahnes bereitet in der Regel keine Schmerzen. Es erfolgt eine örtliche Betäubung, so dass Sie nichts von den Schleifarbeiten spüren werden. Beim Abschleifen des Zahns entfernt der Zahnarzt einen Teil der Zahnhartsubstanz. Dabei handelt es sich um den Zahnschmelz, der das Gebiss vor Temperaturempfindlichkeit und Bakterien schützt.
Nach dem Abschleifen des Zahnes spüren Sie eventuell Schmerzen, die ein paar Tage anhalten können. Zum Abschleifen eines Zahns verwendet Ihr Zahnarzt eine Schleifscheibe. Mit ihr gelingt die Schleifbearbeitung exakter als mit einer Fräse. Durch die schnelle Drehbewegung der Scheibe gelingt das langsame und schonende Abschleifen der natürlichen Zahnkrone.
Grundsätzlich spielt natürlich auch Ihr ganz individuelles Schmerzempfinden und die Menge der abzuschleifenden Substanz eine Rolle. Direkt nach der Behandlung werden Sie kaum Schmerzen spüren, da die örtliche Betäubung über mehrere Stunden anhält. Sobald diese abklingt, entstehen unter Umständen akute Zahnschmerzen. Der Druckschmerz beim Zubeißen verhindert, dass Sie auf dem betroffenen Zahn kauen. Gelangen Speisereste auf die abgeschliffene Zahnoberfläche, bemerken Sie eine zusätzliche Reizung. Heiße sowie kalte Getränke und Speisen und säurehaltiger Nahrungsmittel können an der provisorischen Zahnkrone Schmerzen verursachen. Ebenso kann die Zugluft beim Atmen zu einem unangenehmen Gefühl am betroffenen Zahn führen.
Meistens vergehen das Missempfinden und der Schmerz nach wenigen Tagen. Nehmen Sie in der Zeit weiche oder flüssige Nahrungsmittel ein. Meiden Sie heiße und stark gekühlte Speisen und Getränke. Entzündungshemmend und antibakteriell wirkt beispielsweise lauwarmer Kamillentee. Leiden Sie unter einem bleibenden Druckschmerz, helfen leichte Schmerzmittel. Vergehen die Schmerzen nicht nach einigen Tagen, nehmen Sie Kontakt zu Ihrem behandelnden Zahnarzt auf und fragen dort um Rat.

Haben Sie ganz konkret Angst, dass die Versorgung eines defekten Zahnes mit einer Zahnkrone Schmerzen verursachen wird oder leiden Sie generell unter Zahnarztangst?

Ob Sie Angst davor haben, dass durch die Behandlung im Zusammenhang mit Ihrer neuen Zahnkrone Schmerzen auftreten oder, ob Sie vielleicht unter einer allgemeinen Zahnarztangst leiden, ist ein großer Unterschied. Die Zahnarztangst gehört zu den Phobien. Viele Patienten kennen beim Gedanken an den bevorstehenden Zahnarztbesuch ein mulmiges und unsicheres Gefühl. Eine gewisse Angst vor dem Bohrer, den Schmerzen und dem Ausgeliefertsein auf dem Behandlungsstuhl ist ganz natürlich. Bei einer Zahnarztphobie nimmt die Angst jedoch krankhafte Ausmaße an, die jegliche Behandlung durch den Zahnarzt verhindern. Leider ist der Zustand der Zähne der betroffenen Patienten oft dementsprechend schlecht.

Woher kommt die Angst vor einer Behandlung? Wie kann mit der Angst vor der Behandlung, z.B. ob die Versorgung eines Zahnes mit einer Zahnkrone Schmerzen verursachen kann, umgegangen werden?

Die Angst vor dem Zahnarzt führt die Betroffenen meist in einen Teufelskreis: Wer Zahnvorsorgetermine hinausschiebt, riskiert, dass sich ein kleines Problem zu einem großen auswächst. Das erfordert dann eine entsprechend aufwendigere und damit belastendere Behandlung – die der Zahnarztangst-Patient erst recht fürchtet. Viele Betroffene nehmen schwere Schäden an Zähnen und Zahnfleisch in Kauf, nur, um sich ihrer Angst nicht stellen zu müssen.
Auslöser für eine Zahnarztangst ist meist eine negative Erfahrung bei einem Zahnarztbesuch in der Vergangenheit. Dabei erlittene Schmerzen, Ängste und/oder ein Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins auf dem Zahnarztstuhl können sich dem Betroffenen tief einprägen. Beim nächsten Zahnarztbesuch – oder auch schon dem Gedanken daran – werden diese negativen Empfindungen wieder abgerufen. Es stellen sich also wie beim damaligen Zahnarztbesuch beispielsweise Herzrasen, Schweißausbrüche und Luftnot ein. Erfahrungsgemäß wird die Panik der Betroffenen immer größer, je länger der letzte Zahnarztbesuch zurückliegt.
Sollten Sie Angst vor dem Zahnarztbesuch haben, sprechen Sie das Problem Ihrem Zahnarzt gegenüber offen an. So kann er entsprechend reagieren und auf Ihre Ängste eingehen. Mit Gesprächen im Vorfeld der Behandlung und einer speziellen Betreuung während der Behandlung wird der Zahnarztangst des Betroffenen entgegengewirkt. Ob das Abschleifen oder das Einsetzen einer Zahnkrone Schmerzen verursacht, kann Ihnen Ihr Zahnarzt am besten persönlich erklären.
Einige Zahnarztpraxen bieten in Zusammenarbeit mit Narkoseärzten eine Behandlung unter Vollnarkose an. Sie ist vor allem dann angezeigt, wenn die Zahnprobleme akut sind. Allerdings bestehen bei einer Vollnarkose Risiken, die oft nicht im Verhältnis zu dem notwendigen Eingriff stehen. Die Vollnarkose kann deshalb lediglich eine Notlösung sein. Angstlösende Medikamente können das Angstniveau kurzzeitig senken. Sie eignen sich wie eine Vollnarkose für unaufschiebbare Akutbehandlungen, lösen aber das Problem nicht dauerhaft.
Etwa 70 Prozent der Menschen mit Zahnarztangst lernen mithilfe psychotherapeutischer Methoden, ihre Angst vor dem Zahnarztbesuch zu beherrschen. Sie haben die Angst dann so gut im Griff, dass eine normale Behandlung wieder möglich ist. Es lässt sich für jeden Patienten mit Zahnarztangst eine passende Strategie finden – auch für Sie!
In unserer Praxis beraten wir Sie individuell, um gemeinsam mit Ihnen die perfekte Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden. Auch, ob die Versorgung eines Zahnes mit einer Zahnkrone Schmerzen verursacht, werden wir in einem Gespräch gemeinsam klären. Das Team von dentaloft steht Ihnen mit langjähriger Erfahrung zur Seite. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie.