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Patienten über 60. Worauf Zahnärzte achten sollten.

Die Bevölkerungspyramide in Deutschland verschiebt sich deutlich in Richtung Alter. Bis 2020 werden 47% der Bürger über 50 Jahre alt sein. 2008 waren es noch 39%. Die Überalterung der Gesellschaft ist buchstäblich in aller Munde. Gut aufgestellt ist die Zahnarztpraxis, die sich intensiv mit den Bedürfnissen der älteren Zielgruppe auseinander gesetzt hat und optimal auf diese Patienten eingehen kann. Welche besonderen Anforderungen stellt die Zielgruppe ab 60 Jahren an die Zahnarztpraxis?

Häufigste Zahnerkrankungen ab 60

Das Leben hinterlässt Spuren, insbesondere an den Zähnen. So ist beispielsweise im höheren Alter ein verstärktes Vorkommen von Zahnhals- und Wurzelkaries festzustellen, da die Zähne nicht mehr dieselbe Widerstandskraft besitzen wie in jüngeren Jahren. Ca. 30% der 65–74-Jährigen leidet unter dieser Kariesform. Auch steigt die Empfindlichkeit der Zähne, da der Zahnschmelz sich im Laufe der Jahre abbaut. Weiterhin steigt mit fortschreitendem Alter das Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Daher sind hier besonders sorgfältige Aufklärung und Prophylaxe angesagt.

Prophylaxe als Schutzschild gegen Zahnalterung

Generell ist die professionelle Zahnreinigung bei älteren Patienten besonders wichtig. Denn Prothesen und sonstiger Zahnersatz sind besonders Reinigungsintensiv, Übergänge an Brücken und Teilprothesen bieten Nischen, an denen Bakterien bevorzugt nisten und später Entzündungen in der Mundhöhle verursachen können. Weiterhin ist die Kontrolle der Mundschleimhaut wichtig. Durch die Einnahme von Medikamenten oder geringer Flüssigkeitszufuhr kann diese austrocknen, sich somit das Risiko für Karies und Parodontose steigern. Durch das erhöhte Entzündungsrisiko bei älteren Menschen sollte bei der Zahnreinigung auch das regelmäßige Biofilm-Mana¬gement mit Glycinpulver nicht vergessen werden. Ein geringer Speichelanteil im Mund ist bei älteren Menschen oft auch Grund für Mundgeruch. Daher gilt es bei der professionellen Zahnreinigung auch die Zungenhygiene zu beachten.

Älteren Patienten die Behandlung erleichtern

Aber nicht nur mit medizinischen Maßnahmen kann man älteren Patienten die Zahnbehandlung erleichten. Das gesamte Praxispersonal sollte für die Bedürfnisse von älteren Patienten sensibilisiert sein, um erkennen zu können, an welchen Stellen man ältere Patienten unterstützen kann. Denn diese leiden oft unter physischen Einschränkungen, schlechteres Hören oder Sehen. Gut aufgestellt ist die Praxis, wenn sie eine Lesebrille bereit hält, wenn es etwa darum geht den Anamnesebogen auszufüllen. Generell sollten allzu lange Sitzungen vermieden werden, lieber mehrere kurze einplanen. Auch sind unter den älteren Patienten vermehrt Angstpatienten zu finden, da sie mit modernen Behandlungsmethoden und Geräten möglicherweise nicht vertraut sind. Oft sind es aber auch nur Kleinigkeiten, wie eine Nackenrolle, die langes Sitzen auf der Liege erleichtert oder eine Desensibilisierungspaste vor der ¬Behandlung oder Reinigung, um Ihrem Patienten viel Schmerz zu ersparen.

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