Zahnbrücken sind eine weit verbreitete Form des künstlichen Zahnersatzes, um eine Zahnlücke zu schließen. Die benachbarten Zähne der Zahnlücke dienen dabei als Pfeiler der Brücke. Diese sog. Pfeilerzähne werden wie eine Zahnkrone präpariert und zur Befestigung und Stabilisierung der Zahnbrücke genutzt. Es gibt Brücken, die eine einzelne Zahnlücke überbrücken und solche, die mit mehreren Mittelteilen mehrere fehlende Zähne ersetzen können. Eine Brücke kann Zahnlücken mit bis zu 4 fehlenden Zähnen schließen. Die verschiedenen Zahnbrücken Arten unterscheiden sich nach Art der Befestigung sowie nach dem verwendeten Materialien.
Die Lebensdauer einer Brücke reicht bei einer guten Zahnhygiene und einer regelmäßigen Zahnreinigung von 10 Jahren bis zu 20 Jahren.

Welche Arten von Zahnbrücken gibt es?

In der Regel werden Zahnbrücken an natürlichen Zähnen, den sog. Pfeilerzähnen befestigt. Dafür werden die Zähne dann jeweils mit einer künstlichen Zahnkrone versorgt. Diese Krone bildet quasi einen Anker für die Brücke und wird daher auch als Verankerungskrone bezeichnet. Bevor eine passende Brücke eingesetzt werden kann, müssen die zu überkronenden Zähne (Pfeilerzähne) abgeschliffen werden. Da grundsätzlich möglichst viel gesunde Zahnsubstanz erhalten bleiben sollte, entscheidet letztendlich die Beschaffenheit der Pfeilerzähne darüber, welche Verankerungsform für die Zahnbrücke gewählt wird.

  • Konventionelle Zahnbrücken
    Eine konventionelle Zahnbrücke wird mit einem speziellen Zahnzement an den benachbarten Zähnen (Pfeilerzähnen) befestigt. Die Brücke wird ausschließlich von diesen Zähnen gehalten. Voraussetzung für einen guten Halt der Brücken sind stabile, die Brücken umgebende Zähne. Die hinteren mit drei Zahnwurzeln fest im Kiefer verankerten Backenzähne sind deutlich belastbarer und stabiler als zum Beispiel die unteren Schneidezähne. Diese besitzen nur eine kleine Wurzel und können deswegen eine Zahnbrücke weniger gut tragen. Die Haltbarkeit konventioneller Brücken wird derzeit mit bis zu 20 Jahren angegeben.
  • Adhäsivbrücke
    Eine Adhäsivbrücke (= Klebebrücke, = Marylandbrücke) wird mit einem speziellen Adhäsivkleber an den Nachbarzähnen befestigt. Sie wird Metallkeramik oder aus Vollkeramik hergestellt. Metallkeramische Brücken haben eine Lebensdauer von etwa sechs bis zehn Jahren.
    Für die Versorgung mit einer Adhäsivbrücke müssen die umgebenden Zähne nicht so stark bearbeitet werden wie bei einer Versorgung mit einer konventionellen Brücke (nur der Zahnschmelz wird beschliffen). Adhäsivbrücken kommen bevorzugt bei jungen Patienten zum Einsatz. Ein Nachteil kann eine kürzere Haltbarkeit sein.
  • Implantatgetragene Zahnbrücke
    Auch auf Implantaten lassen sich Brücken befestigen. Durch Implantate kann die benachbarte Zahnstruktur erhalten werden, da keine Zähne zum Überkronen beschliffen werden müssen.

Wann ist der Einsatz von Zahnbrücken sinnvoll?

Zahnbrücken verbessern bei einem Zahnverlust oder bei von Geburt an fehlenden Zähnen (Hypodontie) die Ästhetik sowie die Sprach- und Kaufunktion.
Die drei häufigsten Gründe für einen Zahnverlust, bei denen der Einsatz einer Brücke sinnvoll ist, sind:

  • Karies
  • Parodontose
  • Unfall

Grundvoraussetzungen für den Einsatz einer Brücke sind eine ausreichende Stabilität der umgebenden Zähne (Pfeilerzähne) und eine gute Mundhygiene.
Folgende Faktoren können gegen eine Zahnbrücke sprechen:

  • fehlender knöcherner Halt oder große Kiefer-Defekte
  • eine statisch ungünstige Position für eine Brücke
  • vorliegende Einschränkungen des Patienten, die eine ausreichende Pflege der Brücke verhindern

Da jede Brücke für jeden Patienten individuell hergestellt wird, muss sie sorgfältig geplant werden. Abhängig von der Komplexität der Brücke sind mehrere Sitzungen beim Zahnarzt notwendig. Unserer dentaloft Team berät Sie individuell, um gemeinsam mit Ihnen die perfekte Lösung in Frankfurt für Ihre Zahnbrücke zu finden. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie.