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Sorgenkind Schnuller

Welche Eltern kennen sie nicht, die Schnuller oder Nuckel. Sie bieten dem Kind die Möglichkeit sich über den angeborenen Saugreflex zu beruhigen. Archäologische Funde geben darüber Auskunft seit wann bereits eine frühe Form des Nuckels verwendet wurde. Ein Relief aus dem Jahre 900 v.Chr. zeigt eine Frau die ein Baby füttert. Sie gibt dem Kind nicht die Brust, sondern ernährt es über ein Stäbchen und einem bauchigen Fläschchen mit einer Flüssigkeit – wahrscheinlich Milch. Die Forscher gehen davon aus, dass der Einsatz der Ersatzernährung für Säuglinge und die Gabe eines Schnullers Hand in Hand gehen und etwa zur gleichen Zeit erdacht wurden.

Schnuller seit dem Mittelalter

Spätestens seit dem Mittelalter gibt es den Schnuller, so wie wir ihn kennen. In einigen Kirchen wird das Jesuskind damit dargestellt. Es zeigt, dass der Nuckel aus einem zusammengeschnürten und gefüllten Leinenstoff bestand. Die Füllungen unterschieden sich voneinander. Eine beliebte Füllung war gesüßtes Brot, Brei oder Mehl. Neben der beruhigenden Wirkung, die durch den Saugreflex ausgestrahlt wird, hat der Schnuller noch eine weitere Funktion gehabt: er sollte das Zahnfleisch massieren und das Zahnen erleichtern, indem der innere Druck der Zähne durch einen äußeren Druck neutralisiert wurde. In Form eines Beißringes wird dem Kind noch heut auf diese Weise beim Zahnen geholfen.

Kommen die Milchzähne, heißt es behutsam Entwöhnen

Inzwischen sind die Nuckel aus einem weichen, zumeist unbelasteten Kautschuk. Man sagt, dass es Zeit zum Abgewöhnen ist, wenn die Milchzähne durchgebrochen sind und das Kind seinen Saugreflex durch einen Kaureflex ersetzt. Den Saugreflex künstlich zu verlängern schadet dem Kind meist mehr als dass es hilft. Eine schrittweise oder spontane, gänzliche Lösung vom Schnuller muss individuell nach den Vorliebend der Eltern und dem Charakter des Kindes entschieden werden. Merken die Eltern allerdings, dass der Schnuller durch den Daumen ersetzt wird, sollte doch lieber auf den ersteren zurückgegriffen werden.

Lutschoffener Biss – Schuld hat oft der Daumen

Durch die Benutzung des Daumens wird der Oberkiefer nach vorn und der Unterkiefer nach hinten gedrückt. Auf diese Weise entsteht ein Lutschoffener Biss, der über eine kieferorthopädische Behandlung korrigiert werden muss. Das soll jedoch in keinem Fall bedeuten, dass ein Schnuller nicht auch für Fehlstellungen sorgen kann. So werden erste Zähne, die durch das Zahnfleisch brechen wollen durch, den Ballon des Schnullers zurückgedrückt und in ihrer Position leicht verändert. Ein daraus resultierender Überbiss ist ebenso nur mit einer kieferorthopädischen Behandlung zu regulieren. Allerdings gibt es auch viele Menschen, die gesunde grade Zähne haben und den Schnuller über mehrere Jahre hinweg genutzt haben. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wann Sie Ihrem Kind den Schnuller entwöhnen, Ihr Zahnarzt in Frankfurt berät Sie selbstverständlich gern.

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