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Implantat-Materialien – der Stoff aus dem die Schrauben sind


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Vor ca. 60 Jahren begann man, mit Möglichkeiten zu experimentieren, verloren gegangene Zähne per Einpflanzung in den Kiefer zu ersetzen. Auf der Suche nach den idealen Implantat-Materialien kamen unterschiedliche Werkstoffe zum Einsatz, wie Gold, Keramik und andere Metalle. Sehr schnell wurde man auf das Leichtmetall Titan aufmerksam.

Titan: Leichtgewicht für einen harten Job

Titan ist ein Leichtmetall, das trotz seines geringen Gewichtes eine extrem hohe Festigkeit aufweist. Ein schwedischer Orthopäde entdeckte, dass Titan mit dem Knochen regelrecht verwächst und so optimale Stabilität garantieren kann. Als Hüft- oder Knieprothese begann das Leichtgewicht Titan seine Karriere. Dann fand es seine Bestimmung als künstliche Zahnwurzel. Weiterer Vorteil: Titan ist äußerst bioverträglich, das heißt, es löst im Körper keinerlei Abwehrreaktionen aus. Dies liegt an der besonderen Eigenschaft von Titan, beim Kontakt mit Luft, Wasser und Substanzen des menschlichen Organismus eine schützende Oxidschicht auf der Oberfläche zu bilden. Daher sind allergische Reaktionen auf Titan sehr selten. Die hohe Verträglichkeit, gepaart mit der hohen Dichte machen Titan zum idealen Material für den Knochenjob im Kiefer. Denn eine Zahnwurzel ist täglich härtesten Belastungstests ausgesetzt: Beißen, Pressen, Kauen, Knirschen. Daher gilt Titan als Standardmaterial für Implantate.

Keramik: Als Austauschstoff immer beliebter

Keramikimplantate sind seit 10 Jahren eine Alternative zu Titan. Sie kommen zum Einsatz, da Menschen mit geschwächtem Immunsystem und starke Allergiker sogar auf Titan mit Unverträglichkeit reagieren. Bisher galt Keramik als nicht als stabil genug für den hohen Belastungsdruck, dem Implantate ausgesetzt sind. Seit kurzem gibt es jedoch Implantat-Systeme aus Zirkoniumoxid-Keramik, die sich durch extrem hohe Stabilität auszeichnen. Weiterer Vorteil des neuen Hochleistungs-Stoffes: Keramik-Implantate sind nach klinischen Studien sehr gewebeverträglich im Bezug auf Knochen und Zahnfleisch und eignen sich daher für Menschen mit Metallunverträglichkeiten oder Metallphobien. Und noch ein weiteres Argument spricht für die Verwendung von Keramik. Durch die Helligkeit des Materials ist das Implantat absolut unsichtbar, selbst bei dünnstem Zahnfleisch sind keine Ränder sichtbar. Dennoch ist es fraglich, ob Keramik Titan als Standardmaterial ersetzen kann. Denn die Kosten eines Keramikimplantates sind erheblich höher als bei Titan. Auch verläuft das Anwachsen am Knochen bei Keramik deutlich langsamer, so dass mit längeren Heilzeiten gerechnet werden muss. Trotz aller Stabilität besteht bei Keramik in Extremfällen wie etwa Zähneknirschen die Gefahr von Implantatbruch. Ihr behandelnder Implantologe wird Sie ausführlich zu den Vor- und Nachteilen der Materialien beraten. Sollten Sie unsicher sein, was Ihre Metallverträglichkeit angeht, können Sie zur Sicherheit einen Test durchführen lassen.

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