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Zahnpflege

Richtige Zahnpflege

Zahnpflege ist wichtig – so viel weiß jeder. Ebenfalls bekannt ist, dass mehrmals täglich die Zähne geputzt werden sollten. Doch zusätzlich zu diesem Wissen kursieren zahlreiche Mythen, Vermutungen und verdrehte Vorstellungen über das Thema Zahnpflege. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Fakten herauszufinden und Ihre Zähne ohne Unsicherheiten richtig zu pflegen, damit Sie Ihr strahlendes Lächeln für immer behalten.

Das Putzen als Grundlage der Zahnpflege

Durch das Zähneputzen wird der Mund von Essensresten befreit. Da diese die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Bakterien darstellen, können sich Letztere nach der Zahnpflege nicht übermäßig vermehren. Die geringe Anzahl der verbleibenden Mikroorganismen schadet uns nicht. Außerdem wird der Belag, welcher durch ihre Ausscheidungen in Verbindung mit den Essensresten und der menschlichen Spucke entsteht, durch die Zahnpflege entfernt, bevor er sich festsetzen kann. Dies funktioniert jedoch nicht immer zu hundert Prozent. Entscheidend ist, wie genau geputzt wird.

1. Wann sollten die Zähne geputzt werden?

Zähneputzen ist mindestens zwei Mal am Tag notwendig. Viele Menschen empfehlen sogar drei Putzvorgänge: nach jeder Mahlzeit einmal. Die Idee ist gut, wenn dabei zwei Dinge beachtet werden:

ZähneputzenZu häufiges Putzen schadet

dem Zahnfleisch. Wer mehr als drei Mal etwas isst, sollte also nicht nach jeder

Mahlzeit zur Zahnpasta greifen.

– Säure, wie sie beispielsweise in Äpfeln oder in Cola vorkommt, löst den Zahnschmelz. Nach der Aufnahme

solcher Nahrungsmittel sollte mindestens 30 Minuten mit der Zahnpflege gewartet werden.

2. Wie lange braucht eine gründliche Reinigung der Zähne?

Bei der Zahnpflege kommt es vorrangig auf die Qualität und nicht auf die Quantität an. Kleine Partikel lassen sich am besten durch Rüttelbewegungen von den Zähnen entfernen. Dabei sollte jede kleine Stelle beachtet werden. Im Schnitt werden dafür ungefähr drei Minuten benötigt. Am gründlichsten werden die Zähne geputzt, wenn Sie sich ein System überlegen, bei dem jeden Tag jeder Zahn in der gleichen Reihenfolge geputzt wird.

3. Welche Zahnbürste sorgt für eine ideale Zahnpflege?

Elektrische Zahnbürsten bringen nachweislich ein besseres Reinigungsergebnis als Handzahnbürsten. Dies liegt vorrangig an der Vibration im Kopf der Zahnbürste. Diese entfernt die Beläge besonders gründlich und kann nur schwer von Menschen nachgeahmt werden. Trotzdem ist auch die gründliche Zahnpflege mit einer Handzahnbürste ausreichend. Es sollte allerdings auf einen kleinen Kopf mit mittelharten Borsten geachtet werden. Dadurch erreicht die Zahnpflege jeden einzelnen Zahn, ohne dass das Zahnfleisch verletzt wird.

4. Wie viel Druck verwendet der Profi beim Zähneputzen?

Der Irrglaube, dass festes Schrubben die beste Zahnpflege darstellt, hält sich hartnäckig. Er entspricht jedoch nicht der Realität. Fester Druck greift auf Dauer das Zahnfleisch und sogar den Zahnschmelz an. Aus diesem Grund empfehlen Experten mit sanften Druck und vielen kleinen Bewegung alle Zähne sanft und gründlich zu reinigen.

5. Welche Zahnpasta ist die richtige?

Die Auswahl an Zahnpasta ist riesig. Die meisten Produkte sind bedenkenlos zu nutzen. Für den Schutz vor Karies ist es immer gut, wenn die Zahnpasta Fluorid enthält. Es gibt aber auch entzündungshemmende Wirkstoffe (zum Beispiel Salbei und Kamille), die unter anderem bei Krankheiten wie Parodontitis die Heilung unterstützen. Wenn Sie Flecken auf den Zähnen haben, sollten Sie hin und wieder zu einer Whitening-Zahnpasta greifen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Einige Produkte wirken sehr aggressiv und dürfen deshalb nur für einen begrenzten Zeitraum zur Zahnpflege verwendet werden.

Weitere Hilfsmittel für die Zahnpflege

Das Zähneputzen ist die Grundlage für eine gründliche Zahnpflege. Es kann jedoch mit einigen weiteren Hilfsmitteln ganz einfach und kostengünstig für einen noch gesünderen Mundraum gesorgt werden.

1. Lohnt sich ein Zungenschaber?

Zungenschaber oder Zungenbürsten benötigen Menschen, die trotz regelmäßigen Zähneputzens unter Mundgeruch leiden. Der Schaber entfernt den Belag und damit auch die Stinkgase von der Zunge.

2. Wie oft sollte Zahnseide verwendet werden?

Zahnmediziner empfehlen die tägliche Verwendung von Zahnseide. Denn nur durch die Entfernung aller Speisereste wird die Zahnpflege vollständig. Am besten verwenden sie die Zahnseide abends.

3. Gehört eine Mundspülung zum Zähneputzen dazu?

In der Regel wird keine Mundspülung für die Zahnpflege benötigt. Sie kann jedoch hin und wieder anstelle von Zahnseide verwendet werden. Außerdem hilft eine entzündungshemmende Mundspülung gegen Entzündungen oder nach Operationen. Vor der Verwendung sollte jedoch immer mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden.

Nahrungsmittel für die Zahnpflege

Insbesondere beim Thema Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf die Zahnpflege halten sich zahlreiche Mythen. Hier ein kurzer Überblick über die größten Vorurteile.

1. Was sollte man lieber nicht essen?

Grundsätzlich darf alles gegessen werden, was schmeckt, so lange eine halbe Stunde später beziehungsweise wenigstens am Morgen und am Abend zur Zahnbürste gegriffen wird. Vorsicht ist jedoch bei besonders sauren Sachen geboten. So greifen zum Beispiel sehr saure Früchtetees oder auch einige Obstsorten den Zahnschmelz an und sollten deshalb in Maßen genossen werden. Schwarzer Tee und Kaffee können dagegen bedenkenlos getrunken werden. Sie verfärben bei übermäßigem Konsum zwar die Zähne, greifen sie aber nicht an. Die Flecken lassen sich wegpolieren.

2. Welche Lebensmittel unterstützen die Zahnpflege?

Leider gibt es keine Lebensmittel, die die Zahnpflege übernehmen. Auch das Gerücht, welches behauptet, harte Speisen wie Äpfel und Karotten würden Plaque entfernen, entspricht nicht der Realität. Lediglich Kaugummis mit Inhaltsstoffen wie Xylit können einen kleinen Beitrag leisten: Sie regen die Speichelproduktion an, wodurch schädliche Säuren neutralisiert werden.

Der Zahnarztbesuch als Ergänzung zur täglichen Zahnpflege

Trotz der gründlichsten Zahnpflege, bilden sich beispielsweise Plaque und Zahnstein. Zunächst lässt sich beides leicht und schmerzfrei entfernen. Wenn jedoch schon Schmerzen auftreten, weil der Zahn angegriffen ist, wird die Behandlung in der Regel deutlich aufwendiger ausfallen. Aus diesem Grund sollte das Gebiss regelmäßig von einem Zahnmediziner kontrolliert werden.

1. Wie oft ist eine Kontrolle notwendig?

ZahnkontrolleEs ist empfehlenswert, etwa alle sechs Monate einen Zahnarzt aufzusuchen. Wenn alles in Ordnung ist, dauert der Besuch nur ein paar Minuten. Der Mediziner notiert alles Auffällige, sodass er genau weiß, wie sich beispielsweise beginnende Karies entwickelt. So kann er rechtzeitig eingreifen. Das absolute Minimum der Arztbesuche ist einmal im Jahr. Gesetzlich Versicherte sollten diese Termine auch aus einem anderen Grund nicht verpassen: Wenn die Kontrolltermine jahrelang und durchgängig eingehalten werden, gibt es höhere Zahlung bei Zahnbehandlungen.

2. Lohnt sich die Investition in Prophylaxe?

Eine professionelle Reinigung entfernt äußerst gründlich jeden Belag und alle Verfärbungen. Eine regelmäßige Prophylaxe ist demnach empfehlenswert, muss aber in der Regel selbst bezahlt werden.

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