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Karies bei Kindern

Karies bei Kindern – Ursachen, Vorbeugung und Behandlung

Die gute Nachricht zuerst: Um die Zahngesundheit der Deutschen ist es so gut bestellt wie noch nie. Und was die Zahnqualität von Kindern angeht, so befindet sich Deutschland hier sogar in einer führenden Position.
Allerdings gibt es etwas, das immer mehr die Besorgnis von Zahnmedizinern hervorruft – und dabei handelt es sich um Karies bei Kindern, und dies insbesondere bei sehr kleinen Kindern von bis zu drei Jahren. Etwa zehn Prozent aller Kinder in diesem Alter sind hierzulande von der sogenannten Nuckelflaschenkaries betroffen. Warum tritt schon bei kleinen Kindern Karies auf? Und was können Eltern und Zahnärzte tun?

Wie entsteht Karies bei Kindern?

Sehr früh lernen Kinder, dass Zucker nicht gut für die Zähne ist. Denn im Mund gibt es Bakterien, die die Bestandteile des Zuckers in Säuren zersetzen, die die Zähne angreifen und den Zahnschmelz zerstören. Die Folgen sind unschöne Verfärbungen, raue Flächen und schließlich schmerzhafte Löcher. Wird Karies bei Kindern – und natürlich auch bei Erwachsenen – nicht behandelt, gräbt er sich immer tiefer in den Zahn, der Nerv und das Zahnbein werden geschädigt, bis der Zahn schließlich nicht mehr zu retten ist.

Ab wann kann Karies bei Kindern vorkommen?

Mädchen beim Zähneputzen

©123rf.com

Ganz einfach: Von Anfang an. Sobald sich bei einem Baby der erste Zahn zeigt, kann Karies entstehen. Übeltäter Nummer 1 sind zuckerhaltige Getränke aus dem Babyfläschchen. Das ständige Nuckeln an der Flasche hat zur Folge, dass Babys Zähnchen andauernd mit Zucker in Kontakt kommen. Dadurch hat der Zahnschmelz nicht genügend Zeit, sich nach dem „Zuckerangriff“ zu regenerieren.
Bei Babies und Kleinkindern sind ganz besonders die beiden oberen Schneidezähne in Gefahr, denn diese kommen am häufigsten und am intensivsten mit den Getränken in Berührung. Und hier gibt es keine schützende Wirkung von Speichel, da sich an diesen Stellen keine Speicheldrüsen befinden.
Sind erst einmal die ersten Zähne bei Kindern von Karies betroffen, dauert es meistens nicht lange, bis diese auch die übrigen Zähne befällt, da Bakterien es in beschädigten Zähnen besonders einfach haben, sich anzusiedeln.
 

Warum müssen bereits Milchzähne behandelt werden, um Karies bei Kindern zu vermeiden bzw. zu bekämpfen?

Kariöse Zähne sehen nicht nur sehr unschön aus, sie verursachen nicht selten sehr heftige Schmerzen. Das betrifft sowohl Milch- als auch bleibende Zähne. Mit einer frühkindlichen Karies ist nicht zu spaßen, denn sie zählt als eine schwere Gesundheitsstörung. Folgen von Karies bei Kindern sind nicht nur beschädigte bzw. zerstörte Zähne, sondern nicht selten auch Abszesse, die mit Fieber einhergehen und sogar lebensgefährlich sein können.
Der Fakt, dass die Milchzähne ja sowieso wieder ausfallen, ist hierbei kein Argument. Denn Studien haben gezeigt, dass Kinder mit kariösen Milchzähnen ein deutlich höheres Risiko haben, auch bei dem bleibenden Gebiss an Karies zu erkranken.
Außerdem haben Milchzähne unter anderem die Funktion, „Platzhalter“ für die bleibenden Zähne zu sein. Kommt es nun zu einem allzu frühen Verlust der Milchzähne durch Karies bei Kindern, können später auch Fehlstellungen des Gebisses die Folge sein.

Wie behandeln Zahnärzte Karies bei Kindern?

Der Bohrer bleibt dem Kind nur erspart, wenn es sich lediglich um eine leichte Beschädigung des äußeren Zahnschmelzes handelt. Denn dann genügt es in vielen Fällen, die betroffene Stelle mit hochkonzentriertem Fluoridlack zu behandeln. Dieser schützt den Zahnschmelz vor der Säure und unterstützt dessen Regeneration. Weist der Zahn jedoch bereits Verfärbungen oder sogar Löcher auf, ist eine Behandlung mit dem von Kindern oft so gefürchteten Bohrer meist unumgänglich. Mit diesem werden die betroffenen Teile des Zahnes entfernt und die entstandenen offenen Stellen mit einer Füllung verschlossen.
Wenn die Karies bereits so weit fortgeschritten ist, dass es zu einer Entzündung des Zahnnervs gekommen ist, ist eine Behandlung des Nervs notwendig. Oft bleibt nur die teilweise Entfernung des Milchzahnervs. Auch Kronen können bereits bei einem Milchgebiss verwendet werden, und zwar dann, wenn die Zähne bereits so beschädigt sind, dass Füllungen nicht mehr halten können.
Kommt es zu einem vorzeitigen Verlust eines Milchzahns durch eine Extraktion, kann der Zahnarzt einen Platzhalter einbauen, der den Raum für den folgenden Zahn „frei hält“.

Wie können Eltern Karies bei Kindern vorbeugen?

Mädchen beim Zahnarzt

©123rf.com

Der Grundstein für gesunde Zähne wird mit einer richtigen Zahnpflege bereits im Babyalter gelegt. Was Eltern jetzt versäumen, ist oft nur noch schwer bis gar nicht wiedergutzumachen.
Sobald sich bei dem Baby die ersten Zähnchen zeigen, sollten diese täglich mit einem kleinen Wattestäbchen gereinigt werden. Sobald das Kind sechs Monate alt ist, sollten die Zähnchen zweimal am Tag geputzt werden – und zwar am Morgen mit einer Zahnpasta mit Fluorid, am Abend mit einer fluoridfreien Zahncreme. Nach Vollendung des zweiten Lebensjahres wird dann sowohl morgens als auch abends mit der Fluoridzahnpasta geputzt.
Darüber hinaus können Eltern vorbeugen, indem sie konsequent mit Zucker sind. Zuckerhaltige Getränke haben in Baby’s Fläschchen nichts verloren! Und Kinder sollten so früh wie möglich lernen, nicht mehr aus der Babyflasche, sondern aus einem Glas oder Becher zu trinken. So hat Karies bei Kindern keine Chance.

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