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Bakterien im Mund

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Kindern wird es regelmäßig vorgehalten: Bakterien sind gefährlich – besonders für die Zähne. Und wenn Letztere nicht regelmäßig geputzt werden, bekommen wir Karies und dadurch wiederum Löcher in den Zähnen. Im schlimmsten Fall endet die Geschichte mit einem Besuch beim Zahnarzt und einem Zahn weniger im Mund. Doch um sich wirklich vor solchen und ähnlichen Problemen schützen zu können, sollte man zunächst einmal verstehen, was an Bakterien so gefährlich ist.

Sind alle Bakterien schlecht für meinen Mund?

Die Zahnmedizin hat schon längst erkannt, dass nicht nur unser Mundraum, sondern unser ganzer Körper von Bakterien besiedelt ist. Zusätzlich befinden sich in uns auch noch andere „Untermieter“:
• Pilze
• Amöben
• Geißeltierchen
Mikroorganismen sind einfach überall! Und trotzdem überleben wir – genau genommen überleben wir nur deshalb. Bakterien übernehmen im Mund und an vielen anderen Stellen unseres Körpers lebenswichtige Aufgabe.
• Sie schützen unsere Schleimhäute
• Sie stärken unser Immunsystem
An dieser Stelle werden aus Platzgründen nur zwei Beispiele genannt. Die Liste könnte jedoch noch über viele Seiten fortgeführt werden. Außerdem werden in der Forschung ständig neue Bereiche entdeckt, in denen Bakterien eine positive Rolle spielen.

Wann werden Bakterien gefährlich?

Trotzdem ist der insgesamt eher schlechte Ruf von Bakterien nicht unbegründet. Sie sind beinahe immer auch für Probleme verantwortlich. Allerdings können sie erst dann zur Gefahr werden, wenn Sie sich unkontrolliert vermehren. Normalerweise wird das durch desinfizierende Enzyme, die jeder Mensch in seinem Speichel hat, verhindert. Wenn jedoch die Mundhygiene vernachlässigt wird, haben die Enzyme keine Chance gegen die unzähligen Bakterien anzukämpfen.

Was passiert, wenn sich die Bakterien vermehren?

Die angestiegene Bakterienzahl hat zunächst keine allzu gefährlichen Auswirkungen. Doch auch die ersten Reaktionen sind nicht schön und können schon nach kurzer Zeit zu Erkrankungen und anderen Problemen führen.
• Als Erstes bildet sich im Mund ein Belag, der schnell dichter wird.
• Es bilden sich sogenannte Stinkgase. Dazu gehören Ammoniak und Schwefelwasserstoff.
• Weiterhin entsteht eine Säure.
• Durch das Zersetzen von bestimmten Eiweißen durch die Bakterien im Mund wird Cadaverin freigesetzt. Das ist eine unangenehm und süßlich riechende Substanz.
• Nach und nach wandern die Bakterien zu den Zahnfleischtaschen und setzen sich dort fest.

Was für Gefahren gehen von Bakterien aus?

Klingen alle genannten Folgen für sie widerlich und unangenehm? Genau das sind sie auch. Sie haben bestimmt schon mal das Zähneputzen ausfallen lassen. Danach fühlt sich der Mund für die meisten Menschen, die regelmäßige Mundhygiene gewohnt sind, pelzig an. Dieses Gefühl steigert sich immer weiter. Sobald die Bakterien zu viel Raum im Mund einnehmen und sich in allen Ecken festgesetzt haben, wird es wirklich gefährlich. Es entsteht …
• … Karies.
• … Parodontitis (Entzündung des Gewebes, welches die Zähne an Ort und Stelle hält.).
• … Gingivitis (Entzündung des Zahnfleischs).
Wenn frühzeitig wieder mit der Zahnpflege begonnen und eine ärztliche Behandlung eingeleitet wird, können schlimmere Folgen abgewendet werden. Ansonsten werden über kurz oder lang starke Schmerzen entstehen. Außerdem können die Zähne ausfallen und das Zahnfleisch bis hin zum Kiefer erkranken. Weiterhin verursachen die Gase und die Säure Übelkeit, sodass Probleme für den ganzen Körper entstehen.

Warum ist Zähneputzen so wichtig?

All das könnte durch einfaches Zähneputzen verhindert werden. Der Grund dafür ist einfach: Auch Bakterien müssen sich ernähren. Jene, die in unserem Mund Leben, essen grundsätzlich das gleiche wie wir und freuen sich über alle Essensreste, die zwischen den Zähnen hängen bleiben. Werden diese über einen langen Zeitraum nicht entfernt, vermehren sich die Bakterien sehr schnell. Ihre Ausscheidungen in Kombination mit den Essensresten verursachen den oben beschriebenen Belag im Mund.
Doch jeder weiß, wie erfrischend das Gefühl nach dem Zähneputzen ist. Von dem vorherigen Belag ist dann nichts mehr zu spüren. Von daher ist seine grundsätzliche Bildung kein Problem, wenn er nur schnell wieder weggeputzt wird. Tut man dies wenige Tage lang nicht, passiert Folgendes:
1. Die Beläge verhärten sich.
2. Die Mineralien, welche durch Speisen oder im Speichel in den Mund gelangen, vermischen sich mit den auf dem Zahnschmelz sitzenden Bakterien.
3. Daraus wir eine zähe Masse,
4. welche bald darauf verkalkt.
5. Das Ergebnis nennt sich Plaque.

Was kann ich gegen bereits gebildete Plaque tun?

Die Plaque entsteht vor allem dort, wo viel Speichel fließt, also beispielsweise an den Innenseiten der Schneidezähne. Unglücklicherweise sind das auch die Stellen, die man am ehesten zu putzen vergisst. Und wenn die Plaque erstmal entstanden ist, sitzt sie fest. In solchen Fällen hilft nur noch ein Besuch beim Zahnarzt, der sogar mikroskopisch kleine Beläge erkennen und entfernen kann.

Wieso sollte regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung vorgenommen werden?

Eine Prophylaxe mit der dazugehörigen Entfernung von Zahnstein übernimmt jede Krankenkasse zumindest einmal im Jahr. Zusätzlich ist aber auch eine professionelle Zahnreinigung zu empfehlen. Diese sollte idealerweise zusammen mit dem Kontrolltermin alle sechs Monate erfolgen. Hier gibt es jedoch ein Problem: Kassenpatienten wird diese Zusatzleistung in der Regel nicht bezahlt. Trotzdem sollten insbesondere Menschen, die häufig Probleme mit Bakterien im Mund haben, ihren Zähnen wenigstens hin und wieder diesen Luxus gönnen. Die Vorgehensweise ist bei jedem Zahnarzt ähnlich und vollkommen schmerzfrei.
1. Ein speziell ausgebildeter Prophylaxe-Assistent bestreicht ihre Zähne zunächst mit einem speziellen Färbemittel.
2. Dadurch werden alle Beläge sichtbar.
3. Mithilfe eine Schabers wird der Zahnstein abgekratzt.
4. Eine Bürste und Zahnseide entfernen die weichen Beläge.
5. Nun werden die Zähne ausführlich poliert.
6. Zuletzt wird zur Härtung des Zahnschmelzes noch eine Fluor-Lösung aufgepinselt. Teilweise wird auch ein Lack oder ein Gel mit dem gleichen Effekt aufgetragen.

Wie sollten die Zähne geputzt werden?

Wie jedoch bereits mehrfach angedeutet, liegt der Hauptgrund für kaputte Zähne an mangelnder täglicher Mundhygiene. Wer sich regelmäßig und gründlich die Zähne putzt, hat deutlich weniger Probleme. Damit das Putzen auch von Erfolg gekrönt ist, sollten Sie sich an einige einfache Regeln halten:
• Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal am Tag.
• Kaufen Sie dafür eine Zahnbürste mit mittelharten Borsten.
• Überlegen Sie sich ein System, nach dem Sie Ihre Zähne putzen.
• Vergessen Sie dabei keinen Zahn. Auch nicht die hintere Seite eines Backenzahns.
• Schaben Sie auch Ihre Zunge regelmäßig ab, um Mundgeruch zu vermeiden.
• Nutzen Sie einmal am Tag Zahnseide.
• Wenn Sie keine Zahnseide zur Hand haben, können Sie die Zahnzwischenräume stattdessen mit einer Mundspülung säubern.

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