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CMD

CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion

Der Diagnose von CMD geht zumeist eine lange Leidensgeschichte voraus, da das Krankheitsbild eine Vielzahl von möglichen Symptomen impliziert. So können sich hier auch eigenständige Folgeerkrankungen schwerwiegend auf verschiedene andere Körperregionen auswirken und die Diagnostik der Ärzte erheblich erschweren. Aufgrund der unterschiedlichen Symptomatik wird die Erkrankung CMD oftmals erstrelativ spät in Erwägung gezogen. Hinzu kommt, dass bei der craniomandibulären Dysfunktion zwischen einer absteigenden und einer aufsteigenden Symptomatik differenziert wird, die ausschließlich im Kontext der jeweiligen Symptomkette zu bestimmen ist.


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CMD – Ursachen

Frau mit Zahnschmerzen

© anetlanda/123rf.com

Im Grunde kann die Ursache für CMD unterhalb wie auch oberhalb des Kiefergelenks liegen. Zum einen stellen zu hohe Kronen, ein falscher Biss, verlagerte Weisheitszähne oder andere Zahnfehlstellungen eine Abweichung dar, die über das Kiefergelenk auf den Nacken- Schulterbereich über die Wirbelsäule bis hin in die Extremitäten schmerzhaft übertragen werden kann. In diesem Fall sprechen die Experten von einer absteigenden Symptomatik. Bei einer aufsteigenden Symptomatik hingegen wird von einem Beckenschiefstand ausgehend, die vorhandene Abweichung über die Wirbelsäule bis hoch in die Halswirbelsäule und auf das Kiefergelenk in Begleitung von verschiedenen lokalen Schmerzen übertragen.

CMD – Symptome

Wie schon erwähnt hat das Krankheitsbild verschiedene Gesichter und ist daher relativ schwer diagnostizierbar. Bei nur ein oder zwei Übereinstimmungen der nachfolgend aufgelisteten Symptome ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie unter CMD leiden. Wenn Sie allerdings unter mehreren der folgenden Symptome leiden, sollten Sie sich unbedingt bezüglich einer möglichen craniomandibulären Dysfunktion untersuchen lassen – zumal Sie ansonsten auf Dauer mit schwerwiegenden Folgen rechnen müssen.

Augen und Ohren: Ohrgeräusche (Tinnitus), Doppelsehen, Augendruck, Ohrenschmerzen, Lichtempfindlichkeit, wechselndes Sehvermögen, Schmerzen hinter den Augen, Augenflimmern

Nacken und Kopf: Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Gesichtsschmerzen, Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Verspannungen von Schultern und Nacken, Berührungsempfindlichkeiten von Haaren und Kopfhaut, Druck auf dem Kopf

Zähne und Gebiss: Zähneknirschen (Bruxismus), Pressen der Zähne, Taubheitsgefühl im Mund, Zahnabrasion, Zurückgehendes Zahnfleisch, Zähne passen nicht aufeinander, Zahnschmerzen oder empfindliche Zahnhälse, Keilförmige Defekte, Schwierigkeiten beim Kauen, Zahnlockerungen, Mundöffnungsschwierigkeiten, Zahnwanderungen, Zungenbrennen

Kiefer und Hals: Kiefergelenkknacken, Einseitiger Zahnkontakt, Kiefergelenkschmerzen, Einseitiges Kauen, Doppelbiss, Unterkiefer rutscht beim Zubeißen zur Seite, Kiefersperre, Schlucksperre, Heiserkeit, Ständiges Räuspern, Halsschmerzen, Sprachprobleme, Kloß im Hals, Stimmbandprobleme

Rücken und Beine: Rückenschmerzen, Beckenschiefstand, Blockierung der Halswirbelsäule oder der Kreuzdarmbeingelenke, Bandscheibenprobleme, Wirbelsäulenkrümmung, Probleme im Bereich Brust- und Lendenwirbelsäule, Knieschmerzen, Unterschiedliche Beinlängen, Taubheitsgefühle in Extremitäten, Hüftschmerzen

Körper und Seele: ADHS, Stimmungsschwankungen, Depressive Verstimmung, Übelkeit und Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen im ganzen Körper, Schlafstörungen, Generelle Haltungsprobleme, Verspannungen nach langen Ruhephasen, Kribbeln in den Fingern

Wenn Sie anhand der Auflistung feststellen, dass Sie unter mehreren dieser Beschwerden leiden, sollten Sie mit dem Verdacht auf CMD alsbald einen erfahrenen Arzt oder geeigneten Therapeuten für eine umfassende Diagnostik aufsuchen.

CMD – Diagnostik

Zahnarzt in Praxis

© dolgachov/123rf.com

Die craniomandibuläre Dysfunktion von anderen Erkrankungen zu unterscheiden, ist aufgrund der vielzähligen möglichen Symptome von CMD selbst für Fachärzte nicht leicht. Daher sollten Sie sich bei dem Verdacht in die Hände eines geübten Mediziners begeben, der über ein breites interdisziplinäres Knowhow verfügt und entsprechende Maßnahmen und Überweisungen einleiten kann. Denn spezialisierten Zahnärzten – wie Ihr Zahnarzt in Frankfurt – ist es durchaus möglich die Anzeichen und Symptomeanhand einer professionellen Funktionsdiagnostik korrekt zu deuten und zu behandeln. Ein Spezialist kann sogar in einigen Fällen mit bloßem Auge erkennen oder mit den Händen ertasten, ob sichIhre Leiden auf eine bestehende CMD zurückführen lassen. Neben klinischen und instrumentellen Funktionsanalysen wird aber auch in manchen Fällen mithilfe eines simplen Beißtestes und einem Kohlepapier herausgefunden, ob sich Ihr Biss in Schieflage befindet. Wobei in seltenen Fällen nur anhand einer technisierten Analyse mittels eines Gesichtsbogens (Artikulator) eine mögliche Kieferfehlstellung ausgeschlossen oder eben bestätigt werden kann.

CMD – Behandlungsmöglichkeiten

Für eine erfolgreiche Therapie von CMD spielen also sowohl die Diagnostik als auch die technischen Verfahren und die Erfahrung von verschiedenen Experten eine ausschlaggebende Rolle. Denn eine exakte Diagnose ist für eine langfristig gesundheitsfördernde Behandlung absolut elementar, da jede Intervention in die Funktionsweise und Formgebung der Zähne zugleich ein Eingriff in den gesamten Kauapparat ist. Daher muss explizit auf die ganzheitliche Harmonie des Kausystems geachtet werden, sodass für eine adäquate Therapie sämtliche diagnostischen Ergebnisse der ursächlichen Muskel- und/oder Gelenkprobleme einzubeziehen und abzuwägen sind, um im Anschluss den Patienten mit einer initialen Schienentherapie oder zukünftigen Zahnrestauration zielführend zu behandeln.

So stellt eine spezielle Aufbissschiene aus Kunststoff nahezu immer den ersten Schritt für eine zielführende Behandlung von CMD dar – um diese anzufertigen wird vorab ein Abdruck des Kiefers genommen. Diese Schiene lindert die Symptome der craniomandibulären Dysfunktion,wie zum Beispiel Zähneknirschen, Kopf-, Nacken- sowie Rückenschmerzen und verhindert Folgeschäden an Körper und Zähnen. Ein weiterer Schritt der CMD-Behandlung sollte in dem Aufbau eines interdisziplinären Experten-Netzwerksliegen, da die Erfahrungen und das Wissen von Orthopäden, Physiotherapeuten, Heilpraktiker oder Osteopathen für eine konstruktive Therapie richtungsweisend sein können.


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